Re:publica 2012 – Nachtrag

Die re:publica hatte es in sich. Ich war und bin immernoch durch. Körperlich sowie seelisch. Eigentlich mehr körperlich, weil die berüchtigten “Gammelblogger”-Sessions meist schon früh um 15 Uhr begangen. Unter der Brücke trafen sich heißesten, jungen Blogger_innen, die die re:publica so zu bieten hatte. Da waren Paulchen und Johannes, und David und Marcel und Gilly, und Flo und Alex, und ab Freitag dann auch mal der Thang und Lina. Wie bei den Anonymen Alkoholikern saßen wir in einem Stuhlkreis und redeten  - mal mehr mal weniger. Meist weniger und tranken umso mehr. Also nicht Anonyme Alkoholiker.

Aufgrund besagter Session verpeilte ich auch das ein oder andere Panel und werde mir dieses noch online anschauen.

Für gut befand ich “New directions in visual Storytelling” von Ivan Sigal.

Der Feminismus Troll Vortrag von Julia Schramm und Julia Seeliger wurde nicht annährend lustig wie erwartet. Zu ernst und auch einfach zu langweilig. Zu wenig Troll und zu viel Politik. Nach gut einer Viertelstunde wechselte ich zum Webvideo Fail Award. Viel gelacht und weil es so schön war, direkt danach zur Royal Revue III. Dort gaben Markus Hermann aka Herm und Nilz Bokelberg aka Nilzenburger feinste Internet Comedy zum Besten. Neben einem neuen Social Network (Facepunch inkl. vielen lustigen Gifs) wurde auch wieder Bingo gespielt und ständig gefacepalmt. Ich glaube ich habe selten so über die anwesenden Leute facepalmen müssen, wie an diesem einem Abend. Dank der großartigen Moderation wurde trotzdem viel und herzlich gelacht. Die Seifenblasenmaschine, die ich dann am Ende auch noch geschenkt bekam, tat ihr übriges um mich munter zu stimmen.

 

Überhaupt waren Seifenblasen der Hit auf der rp. Wooga, einer der Sponsoren, verteilte nicht nur Freibier, sondern auch Seifenblasendinger und brachte erfreute Groß und Klein, und vor allem mich.

 

Foto von Philip Steffan unter der CC-Lizenz von flickr.

Die Live Twitter Wall. Analog und so.

Freitag war der @RegSprecher, das Highlight.  Die größte Halle , Stage 1, war überfüllt und das zu recht. Charmant und gewitzt und vor allem einfach sympathisch informierte und rechtfertigte Steffen Seibert sich vor dem Publikum. Ein PRler wie er leibt und lebt.

Er stellte dar wie die Bundesregierung den Dialog mit den Bürger_innen sucht. Als eins der Beispiele nannte er die Aktion, wo Menschen über youtube abstimmen konnten welche Fragen, an die Kanzlerin gestellt werden konnten. Eine mit den höchsten Stimmen beschäftigt sich mit der Legalisierung von Cannabis. Ein ernst gemeintes und wichtiges Anliegen, wie ich finde. Der RegSprecher tat diese Fragen aber lachen ab und meinte auch das selbst Obama von solchen Fragen nicht verschont wird. Aber gerade, dass zeigt doch wie wichtig sie ist und wie sie Menschen quer durch Alters und Gesellschaftsschichten beschäftigt. Kiffen tun nicht mehr nur Alt-Hippies und rebellierende Teenager. Das war vielleicht früher so, aber diese sind erwachsen geworden und nun sind sie seriöse Angestellte oder auch Unternehmer_innen, die sich statt eines Feierabendbieres einen Joint anzünden. Aber ich komme ab vom Thema.

 

Gut waren auch die Vorträge von Michael Seemann aka mspro zu Plattformneutralität und Bernhard Pörksen zu Skandalen im digitalen Zeitalter.

Und danach war nur noch die Blumenreiche Verabschiedung und Party und viel Alkohol und viele wundervolle Menschen. Re:publica ist nie wie Klassentreffen. Re:publica ist eher wie Klassenfahrt. Viele irrsinnige Gespräche, Trinkspiele und kein Sex.

 

Noch mehr Fotos unter CC-Lizenz findet ihr übrigens auf meinem flickr.

 

 

2 thoughts on “Re:publica 2012 – Nachtrag

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